„Selbst die beste Hardware ist nur so gut wie die zugehörige Software“
Interview mit Martin Czommer, Produktmanager Machine Vision bei Di-Soric
David Löh, Chefredakteur inspect

Im Interview erläutert Martin Czommer, Produktmanager Machine Vision bei Di-Soric die zentrale Bedeutung der Firmen-eigenen Software für Vision-Sensoren. Czommer erklärt, wie eine leistungsfähige und intuitiv bedienbare Software komplexe Bildverarbeitungsaufgaben automatisiert, die Rolle des Anwenders vereinfacht und neue Möglichkeiten für Prozessoptimierung und Qualitätssicherung eröffnet. Zudem gibt er einen Ausblick auf kommende Entwicklungen und die Integration in weitere Hardware-Plattformen.
inspect: Welche Rolle spielt die Software Nvision-i 25.1 im Gesamtkonzept des CS-62?
Martin Czommer: Selbst die beste Hardware ist am Ende nur so gut wie die zugehörige Software: Im Kontext mit dem neuen Vision Sensor CS-62 spielt die Nvision-i 25.1 von Di-Soric die entscheidende Rolle. Das Visualisierungssystem eröffnet Nutzern ein breites Spektrum an Einsatzmöglichkeiten. Auch komplexe Aufgaben lassen sich damit schnell und prozesssicher lösen. In Kombination mit der optimierten Sensor-Hardware führt die leistungsfähige Software im Ergebnis zu einer deutlich besseren Perfomance.
inspect: Wird die Weiterentwicklung eines BV-Systems künftig zunehmend von der Software getragen?
Czommer: Eindeutig ja: An der Schnittstelle Mensch-Maschine entscheidet der Kunde, ob die Software auf Akzeptanz stößt. Bezogen auf Leistungsumfang und Effizienz geht es längst um viel mehr als um die Unterscheidung zwischen Gut- und Schlechtteilen. Intelligente Software wie die Nvision-i 25.1 liefert weit tiefgreifendere Erkenntnisse und Daten und muss in der Lage sein, diese visuell und prozessverwertbar zur Verfügung zu stellen.
inspect: Inwiefern verändert sich durch die Software die Rolle des klassischen Applikationsingenieurs: Wird dieser zunehmend zum Software-Architekten?
Czommer: Nicht mit Nvision-i 25.1, denn die ist ganz einfach und zugänglich aufgebaut. Sämtliche Standardanwendungen werden durch reine Parametrierung gelöst. Selbst bei komplexen Bildverarbeitungsaufgaben ist keine Kenntnis einer Hochsprache erforderlich. Anspruchsvolle Anwendungen sind mittels grafischer Programmierung (Smart-Lizenz) ohne Programmierkenntnisse umsetzbar. Im Hintergrund übernimmt die Software zahlreiche Aufgaben, die für den Nutzer nicht sichtbar sind. Der konzentriert sich voll auf die jeweilige Applikationslösung und nicht auf Programmcodes. Die Software ist für jeden technisch versierten Anwender verständlich und erfordert keine Ingenieurskenntnisse.
Weiterlesen mit Login
Noch nicht registriert?
Registrieren Sie sich jetzt kostenfrei und Sie erhalten vollen Zugriff auf alle exklusiven Beiträge. Mit unserem Newsletter senden wir Ihnen Top-Meldungen aus der Automatisierung, Bildverarbeitung und Licht- und Lasertechnik im Industrieumfeld. Außerdem erhalten Sie regelmässig Zugriff auf unsere aktuellen E-Paper.
RegistrierenAnbieter
di-soric GmbH & Co. KGSteinbeisstr. 6
73660 Urbach
Deutschland
Meist gelesen

Praxisnahe Tests und starke Kundenbindung
Aerotech schafft mit Laserlabor am Standort Fürth zentralen Anlaufpunkt für Applikations- und Entwicklungstests

Mehr Kreislauf durch PCR-Spouts
Standbodenbeutel mit Ausgießer kommen in immer mehr Anwendungen zum Einsatz. Setzen Hersteller auf Monomaterial-Konzepte, lassen sich Verpackungen besser recyceln und in den Kreislauf zurückführen.

Warum Logistik über die Wettbewerbsfähigkeit entscheidet
Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Resilienz müssen gleichzeitig gelingen – in einer Zeit, in der Kosten steigen und Ressourcen knapp sind. Logistik entscheidet damit über Tempo, Stabilität und Wettbewerbsfähigkeit.

Sind KIs Jobkiller? Nö! Aber gehypte CEOs vielleicht schon
Die tatsächlichen Produktivitätsgewinne heutiger KIs sind begrenzt. Die eigentliche Gefahr liegt weniger in der Technik als in gehypten Managern. Ein Kommentar.

Wie klassische KI-Systeme intelligenter werden
Vom maschinellen Sehen zur maschinellen Wahrnehmung







