Inspect Award 2026: Das sind die Gewinner
Aus insgesamt 40 nominierten Produkten wählten die Leserinnen und Leser der inspect gemeinsam mit einer Fachjury die Sieger in vier Kategorien

Auf der Vision 2026 in Stuttgart wurden die Gewinner des Inspect Award 2026 ausgezeichnet. Der Preis zählt zu den wichtigsten Branchenauszeichnungen für industrielle Bildverarbeitung und optische Messtechnik. Aus insgesamt 40 nominierten Produkten wählten die Leserinnen und Leser der inspect gemeinsam mit einer Fachjury die Sieger in vier Kategorien. Die Preisverleihung fand am 6. Oktober auf der Messe Vision statt.
Die ausgezeichneten Produkte spiegeln aktuelle Technologietrends der Branche wider. Besonders häufig standen KI-gestützte Bildverarbeitung, 3D-Messtechnik, SWIR-Technologien sowie Lösungen für hochpräzise Automatisierungs- und Photonik-Anwendungen im Mittelpunkt.
Automation & Control

1. Platz: Piezosystem 6D-Nanocube
Mit dem Piezosystem 6D-Nanocube gewann Physik Instrumente die Kategorie Automation & Control. Die kompakte Positionierlösung wurde für anspruchsvolle Anwendungen in der Photonik sowie in Wafer-Probern entwickelt. Das System kombiniert sechs Freiheitsgrade in einer Parallelkinematik und unterstützt automatisierte Ausrichtungsprozesse durch algorithmische Suchverfahren und maschinelles Lernen.

2. Platz: Optisches Messgerät QM-Fit
Den zweiten Platz belegte Mitutoyo Deutschland mit dem optischen Messgerät QM-Fit. Das Vision-Messsystem erkennt Werkstücke und Geometrien automatisch und startet Messungen unmittelbar nach dem Auflegen des Prüflings. Damit richtet sich die Lösung insbesondere an Anwender, die optische Messaufgaben schnell und ohne umfangreiche Programmierung durchführen möchten.

3. Platz: Konfokale Hochtemperatur-Sensoren IFS2407-HT/VAC
Der dritte Platz ging an Micro-Epsilon für die konfokalen Hochtemperatur-Sensoren IFS2407-HT/VAC. Die Sensoren sind für Temperaturen bis 200 °C sowie für Vakuum- und Ultrahochvakuum-Anwendungen ausgelegt. Sie ermöglichen präzise Weg-, Abstands- und Dickenmessungen auch unter anspruchsvollen Umgebungsbedingungen.
Künstliche Intelligenz

1. Platz: 2D/3D-Vision-System für Roboter
Den Sieg in der Kategorie Künstliche Intelligenz sicherte sich Zebra Technologies. Das prämierte Vision-System kombiniert 2D- und 3D-Bildverarbeitung mit KI-gestützter Robotik für Logistikanwendungen. Die Lösung erkennt Objekte, bestimmt deren Lage und unterstützt autonome Pick-and-Place-Prozesse auch bei wechselnden Artikeln und Verpackungen.

2. Platz: Dragonfly 3D World
Auf Rang zwei landete Comet Technologies Canada mit der Software Dragonfly 3D World. Die Plattform unterstützt die Analyse und Auswertung komplexer 2D-, 3D- und 4D-Bilddaten und integriert Deep-Learning-Funktionen für industrielle Inspektions- und Analyseaufgaben. Anwender können sowohl vortrainierte neuronale Netze nutzen als auch eigene KI-Modelle erstellen und trainieren.

3. Platz: Alecs
Den dritten Platz teilte sich Allied Vision mit der Swir-Smartkamera Alecs. Die Kamera kombiniert einen SWIR-Sensor mit einem Nvidia-Jetson-Orin-Modul und ermöglicht die Verarbeitung von Bilddaten direkt auf dem Gerät. Die offene Plattform unterstützt sowohl klassische Bildverarbeitungsalgorithmen als auch moderne KI-Anwendungen.

3. Platz: Denk Match AI
Ebenfalls auf Platz drei wählte die Jury die Software Denk Match AI von Denkweit. Die Lösung verfolgt einen ungewöhnlichen Ansatz: Statt auf klassisch trainierte KI-Modelle zu setzen, vergleicht sie erkannte Objekte mit Referenzdatenbanken und identifiziert sie anhand visueller und geometrischer Merkmale. Dadurch entfällt ein Großteil des bislang erforderlichen Trainingsaufwands.
Mittelstand

1. Platz: Silwir
In der Kategorie Mittelstand setzte sich Midwest Optical Systems (MidOpt) mit dem Schutzfenster Silwir durch. Die aus Silizium gefertigten Schutzscheiben wurden speziell für Wärmebildsysteme im langwelligen Infrarotbereich entwickelt. Sie kombinieren hohe Transmission mit großer mechanischer Belastbarkeit und sind für den Einsatz in anspruchsvollen Industrieumgebungen ausgelegt.

2. Platz: 3D-Kamera der C7-Serie
Den zweiten Platz erreichte AT Sensors mit der 3D-Kamera der C7-Serie. Dank einer NBASE-T-Schnittstelle mit bis zu 5 Gbit/s ermöglicht das System deutlich höhere Datenraten und schnellere 3D-Scans als herkömmliche 1-GigE-Lösungen. Die Kamera adressiert insbesondere datenintensive Inline-Messaufgaben.

3. Platz: Nion
Auf Rang drei folgte IDS Imaging Development Systems mit der 3D-Time-of-Flight-Kamera Nion. Die Kamera liefert hochauflösende Tiefeninformationen mit einer Auflösung von 1,2 Megapixeln und eignet sich für Anwendungen in Robotik, Logistik und Automatisierung.
Trends der Branche
Die Gewinner des Inspect Award 2026 verdeutlichen die zentralen Entwicklungen in der industriellen Bildverarbeitung. KI-basierte Systeme werden zunehmend produktiv eingesetzt, hochauflösende 3D-Sensorik erschließt neue Automatisierungsanwendungen und SWIR-Technologien finden ihren Weg in immer mehr industrielle Prozesse. Gleichzeitig zeigen die Auszeichnungen, dass sowohl internationale Technologiekonzerne als auch spezialisierte mittelständische Unternehmen wichtige Innovationsimpulse für die Branche liefern.











