Stereo-Vision mit einer einzelnen 2D-Kamera
Ein-Sensor-Stereo-Vision für die Robotik
ngo Foldvari, Director of Business Development bei Sunex

Da Robotik- und Automatisierungssysteme immer kompakter, intelligenter und energieeffizienter werden, müssen sich die unterstützenden Bildverarbeitungstechnologien parallel dazu weiterentwickeln. Ein Bereich, der ein rasantes Wachstum und rasante Innovationen erlebt, ist die Ein-Sensor-Stereo-Bildgebung, bei der zwei optische Kanäle auf einem einzigen CMOS-Sensor zusammenlaufen.
Der Architekturwechsel weg von zwei synchronisierten Kameras für Stereovision hin zur Ein-Sensor-Stereo-Bildgebung bietet eine leistungsstarke Kombination aus reduziertem Platzbedarf, geringerem Stromverbrauch, verbesserter Synchronisation, Farbanpassung und allgemein geringeren Kosten. Ursprünglich für Anwendungen mit begrenztem Platzangebot entwickelt, gewinnt das Konzept nun auf vielen Plattformen an Bedeutung, darunter autonome mobile Roboter (AMRs), fahrerlose Transportfahrzeuge (AGVs), humanoide Roboter, Fertigungsautomatisierung und sogar multimodale Bildverarbeitungssysteme.
Die Architektur: Zwei optische Kanäle, ein CMOS-Sensor
Ein Stereobildgebungssystem mit einem einzigen Sensor besteht aus zwei unabhängigen optischen Kanälen, die auf unterschiedlichen Architekturen basieren:
- Relaisprisma- oder Spiegelsysteme, die eine längere Basislinie (Abstand zwischen den optischen Kanälen) ermöglichen und somit eine bessere Tiefenwahrnehmung im mittleren bis langen Bereich bieten.
- Eine direktbildgebende Optik, bei der zwei kleine Linsen mit einer kürzeren Basislinie benachbarte Szenen direkt auf denselben CMOS-Sensor abbilden.
Das Ergebnis ist in beiden Fällen ein gleichzeitig aufgenommenes Stereobildpaar, das pixelgenau ausgerichtet und zeitlich konsistent ist, ohne dass ein zweiter Sensor erforderlich ist.
Weiterlesen mit kostenfreier Registrierung
Registrieren Sie sich jetzt kostenfrei und Sie erhalten vollen Zugriff auf alle exklusiven Beiträge. Mit unserem Newsletter senden wir Ihnen Top-Meldungen aus der Automatisierung, Bildverarbeitung und Licht- und Lasertechnik im Industrieumfeld. Außerdem erhalten Sie regelmässig Zugriff auf unsere aktuellen E-Paper.
Anbieter
Sunex, Inc.3160 Lionshead Ave Suite B
CA 92010 Carlsbad
USA
Meist gelesen

Der Turbo für die Intralogistik
Fahrerlose Transportsysteme können die Effizienz von Intralogistikprozessen deutlich steigern. Die Antriebe der Fahrzeuge müssen dabei kompakt, leistungsstark und präzise zugleich sein.

Daten verstehen und für sich nutzen
Wenn Maschinen ausfallen, Gasflaschen leer sind oder Netze im Verborgenen Energie verlieren, wird es für Betreiber industrieller Anlagen teuer.

Auf der Suche nach einer Germanium-Alternative für die LWIR-Bildgebung
Silwir bietet eine leistungsstarke Alternative zu knappem Germanium: Schutzfenster aus Silizium mit DLC- und BBAR-Beschichtungen bieten hohe Transmission und Robustheit. Mike Giznik von Midopt erklärt die Vorteile.

Die Zukunft der Intralogistik
Die Intralogistik befindet sich im Wandel: Der Bedarf an qualifizierten Fachkräften steigt, während gleichzeitig neue Konzepte und Technologien entstehen.

Industrielle Bildverarbeitung auf der Logimat 2026
Auf der Logimat 2026, die vom 24. bis 26. März in Stuttgart stattfindet, präsentieren 1.600 Aussteller aus über 40 Ländern Lösungen für effiziente, automatisierte und datengestützte Prozesse der Intralogistik.







