„Konsequent lebenszyklusorientierter Ansatz“
Im Gespräch: Ralf Knebel, Leiter Reconditioning bei ABB Robotics in Deutschland
Anke Grytzka-weinhold, Chefredakteurin messtec drives Automation

Wir sprechen mit Ralf Knebel von ABB darüber, warum sich die Aufbereitung gebrauchter Roboter lohnt, sich „alt“ und „neu“ hinsichtlich Leistung und Sicherheit nicht unterscheiden und welche ökologischen Vorteile die Wiederaufbereitung im Vergleich zur Neuproduktion bringt.
ABB bietet seit über 25 Jahren Wiederaufbereitungsservices an. Wie hat sich das Kundeninteresse an Second-Life-Robotern in den vergangenen Jahren entwickelt? Gibt es Branchen, in denen das Interesse besonders groß ist?
Ralf Knebel: Die Nachfrage nach wiederaufbereiteten Robotern ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen – insbesondere in der Automobil- und Zulieferindustrie. Nachhaltigkeitsbestrebungen gewinnen an Gewicht, nicht zuletzt mit Blick auf ESG-Ratings und regulatorische Rahmenbedingungen. Viele Unternehmen stehen unter Druck, konkrete Maßnahmen für ihren ökologischen Fußabdruck nachzuweisen, und suchen nach wirtschaftlich tragfähigen Lösungen.
Bereits vor 25 Jahren war die Wiederaufbereitung in der Automobilbranche ein Thema, aber die Kostenvorteile waren damals weniger ausgeprägt. Heute ist das Bild ein anderes. Das Nachfrageverhalten ist stark projektabhängig: Großkunden reagieren häufig auf Produktwechsel oder Umbauten ganzer Fertigungslinien. Die Entwicklung ist nicht linear, aber der Trend insgesamt positiv.
Weiterlesen mit Login
Noch nicht registriert?
Registrieren Sie sich jetzt kostenfrei und Sie erhalten vollen Zugriff auf alle exklusiven Beiträge. Mit unserem Newsletter senden wir Ihnen Top-Meldungen aus der Automatisierung, Bildverarbeitung und Licht- und Lasertechnik im Industrieumfeld. Außerdem erhalten Sie regelmässig Zugriff auf unsere aktuellen E-Paper.
RegistrierenAnbieter
ABB AGKallstadterstr. 1
68309 Mannheim
Deutschland
Meist gelesen

Es muss nicht immer ein humanoider Roboter sein
Mythomorphes Design eröffnet der sozialen Robotik eine eigene Perspektive. Als Vorbilder dienen Mythen und Fantasiewesen statt Mensch oder Tier. Der Beitrag ordnet Beispiele ein und diskutiert Chancen sowie Risiken.

Lidar-basierte 3D-Breitenmessung im Free-Flow-Verkehr
Tunnel sind für den Verkehr unverzichtbar, komplexe Technik im Tunnel und auch davor respektive danach spielt dabei eine wesentliche Rolle.

„Förderungen gibt es für alle Unternehmensgrößen“
Bernhard Spindler erläutert, wie individuelle Strategien Förderanträge erfolgreich gestalten.

Fabrikautomation zwischen KI, Edge Computing, Effizienz und Cybersecurity
Wie gelingt Fabrikautomation in Zeiten steigender Energiekosten, wachsender Cyberbedrohungen und zunehmenden Fachkräftemangels? Antworten auf diese Frage suchten die Teilnehmer des Automatisierungstreffs in Heilbronn.

Die smarte Trafostation
Jahrzehntelang galt die Trafostation als Black Box – vor Überhitzung geschützt, aber wenig transparent. Das ändert sich mit einem webfähigen Universalrelais.




