Digital-holographische Sensortechnik überwacht Produktionsprozess
Ein digital-holographischer 3D-Sensor prüft die Qualität metallischer Bipolarplatten für Brennstoffzellen. Die Genauigkeit der Sensortechnik liegt im Bereich weniger Mikrometer, wodurch erstmals eine vollständige Inline-Qualitätskontrolle möglich ist. Zudem bilden die Sensordaten die Basis für einen digitalen Zwilling des Umformprozesses. Dieser hilft, Ursachen für wiederkehrende Fehler zu verstehen und den Fertigungsprozess zu optimieren.
Marc Johannes Aslan, Doktorand am Fraunhofer IPM, und Alexander Bertz, Stellv. Abteilungsleiter Produktionskontrolle / Gruppenleiter Geometrische Inline-Messsysteme am Fraunhofer IPM

Die Herstellung von Brennstoffzellen ist ein anspruchsvoller Prozess, bei dem Präzision und Qualität essenziell sind, um die Funktion und Lebensdauer der Zellen zu gewährleisten. Bipolarplatten stellen dabei eine Schlüsselkomponente dar. Bis zu sechshundert dieser Bauteile werden in einer Brennstoffzelle zu Stapeln geschichtet. Sie sorgen für die elektrische Verbindung sowie die Verteilung und Ableitung von Reaktionsgasen und Wasser. Metallische Bipolarplatten werden aus feinen Metallfolien beidseitig geprägt. Teilweise sind sie weniger als ein Zehntel Millimeter dünn. Schon minimal schwankende Prozessparameter führen bei der Umformung zu typischen Fehlern wie Reißen, Falten oder Springbeul-Effekten, die die Funktion und Langlebigkeit der Brennstoffzelle beeinträchtigen. Solche Fehler konnten bisher nur durch eine nachgelagerte Qualitätskontrolle stichprobenartig erkannt werden. Im Rahmen eines Kooperationsprojekts hat das Fraunhofer IPM eine Kombination aus Sensortechnik und Simulationsverfahren entwickelt. Diese bilden die Grundlage für eine aktive Prozesskontrolle und Prozessoptimierung bei der Serienfertigung umgeformter Bipolarplatten.
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79110 Freiburg
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