Shack-Hartmann-Sensor für Filtermessungen im Transmissionsband
Die Präzision moderner optischer Anwendungen steigt immer weiter und damit auch die Qualitätsanforderungen an die verwendeten Bauteile. Für einen Hersteller von optischen Komponenten, wie Bandpassfiltern, bedeutet dies eine dreifache Herausforderung: Produktionstechnologie und -prozesse müssen auf der einen Seite vorangetrieben werden, aber auf der anderen Seite auch die Messtechnik, um die erzielte Qualität zu verifizieren. Ein Shack-Hartmann-System liefert nun eine Lösung, mit hoher Genauigkeit und Wiederholbarkeit.
Matthias Knobl, Senior Manager Strategic Optical Capabilities bei Edmund Optics; Dr. Christian Brock, Sales Manager bei Optocraft

Eine aktuelle Herausforderung auf dem Gebiet der Messtechnik ist die Kontrolle des Wellenfrontfehlers an beschichteten Bandpassfiltern. Der Fehler der transmittierten Wellenfront ist ein entscheidendes Qualitätskriterium für Planoptiken, da die Leistungsfähigkeit eines optischen Systems von den Beiträgen der Einzelkomponenten im Strahlengang bestimmt wird, die sich dann zum Abbildungsfehler des Gesamtsystems addieren.
In der Formprüfung werden üblicherweise Interferometer eingesetzt, die auf kohärentes Licht angewiesen sind und daher schmalbandig arbeiten – meist bei 632,8 nm. Dies ist ein Problem für die Vermessung von Filtern: Nur bei sehr wenigen Filterdesigns wird die von der Messtechnik vorgegebene Wellenlänge zufällig im Transmissionsbereich liegen. Und außerhalb dieses Bandes bleibt, durch die hohen Blockungswerte, nicht genug Signal für eine sinnvolle Messung übrig. Somit kann ein solches System den Fehler der transmittierten Wellenfront bei optischen Filtern nicht zuverlässig vermessen.
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