„Bildverarbeitung: früher eine Domäne für Spezialisten – heute wesentlich leichter zugänglich”
Im Gespräch: Dr. Oliver Vietze, CEO der Baumer Group

28 Jahre Baumer Optronic, 25 Jahre inspect – zwei Gründe bei Oliver Vietze nachzufragen, was in den vergangenen Jahrzehnten überrascht, herausgefordert und sich hinsichtlich Technologien in der Bildverarbeitungen getan hat.
inspect: Mit 28 Jahren ist Baumer Optronic ein klein wenig älter als die inspect, die dieses Jahr 25 geworden ist. Was würden Sie sagen, ist die überraschendste Entwicklung über diese Zeitspanne hinweg?
Dr. Oliver Vietze: Richtig überrascht hat mich in dieser Zeit tatsächlich nichts. Nach der von Sony, Hitachi und Co. dominierten analogen, japanischen Kamerawelt in den 90ern gehörten wir bei Baumer zu den Allerersten, die Digitalkameras angeboten haben. Das war 1998. Damals waren die digitalen Schnittstellen noch nicht standardisiert. Mit unserer seinerzeit revolutionären Schnittstelle Baumer-Link konnten wir bereits 400 Mbit pro Sekunde über ein Standard-Ethernet-Kabel übertragen. Damit hatten wir große Erfolge. Erstaunlich war dann jedoch für mich, dass sich bereits nach nur weiteren zehn Jahren GigE Vision als Standard durchgesetzt hat und mit seinen Co-Standards zum Beispiel für USB und CameraLink bis heute das Maß der Dinge ist. Diese frühe Standardisierung hat die Vision-Szene definitiv befeuert. Baumer war in all diesen Jahren als Technologieführer ganz vorn mit dabei – und auch heute sind wir bei der Entwicklung der aktuellen Standards wie bei GigE Vision v3 mit RDMA in den Kerngremien und bieten schon erste Produkte an.
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