Bereit für IE6?
Hocheffiziente Antriebe auf dem Prüfstand – wie sich die Industrie auf IE6 vorbereitet
Daniele Giaffreda, Compact & Application Drive Product Manager

In den Werkshallen Deutschlands surrt und summt es: Millionen Elektromotoren bewegen Förderbänder, treiben Pumpen an, steuern Roboterarme. Angesichts von Klimazielen, steigenden Energiekosten und schärferen Regulierungen wächst der Druck auf Unternehmen, diese Antriebe effizienter zu gestalten.
d Die Effizienzklasse IE5 gilt heute als das Maß der Dinge – aber nicht mehr lange. Denn es zeichnet sich bereits der nächste große Schritt ab: IE6. Während diese Bezeichnung derzeit lediglich ein Zukunftsbegriff wie der Mobilfunkstandard 6G ist, arbeiten Ingenieurinnen und Ingenieure bereits daran, ihre Motoren und Antriebe fit für die Zukunft zu machen. Doch die Frage bleibt: Wie wird dieser Standard aussehen? Und was noch wichtiger ist, welche Fortschritte wird er mit sich bringen?
Regulatorischer Rückenwind für effiziente Antriebstechnik
Die Richtung ist klar. Mit dem Green Deal hat die EU ein großes Ziel formuliert – Klimaneutralität bis 2050. Mehr Effizienz, weniger Stromverbrauch und strengere Vorschriften – all dies ist notwendig, um entsprechende Zielvorgaben einzuhalten. Insbesondere in der Industrie, in der Elektromotoren für rund zwei Drittel des Stromverbrauchs verantwortlich sind, ist das Einsparpotenzial enorm. Die EU-Verordnung 2019/1781 ist nur ein Beispiel dafür, wie sich der gesetzliche Rahmen Schritt für Schritt verschärft. Für die Industrie heißt das: Wer zukunftsfähig bleiben will, muss über bestehende Normen hinausdenken.
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