Verlangsamtes Wachstum der globalen Fertigungsindustrie 2026
Die Marktforscher von Interact Analysis erwarten für die weltweite Fertigungsindustrie 2026 ein geringeres Wachstum als bislang prognostiziert

Der Output soll um 2,6 % zulegen, nach zuvor veranschlagten 2,9 %. Ursache sind vor allem der Ölpreisschock infolge des US-Israel-Kriegs mit Iran und Störungen im Seeweg über die Straße von Hormus sowie anhaltende US-Zölle. Für den Zeitraum 2025 bis 2030 wurde die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate von 3,1 % auf 2,9 % gesenkt.
Asien bleibt mit 2,9 % erwarteter Zuwachsrate 2026 die dynamischste Region, die Amerikas liegen mit 1,9 % am unteren Ende. Trotz der Korrektur wird in allen zehn größten Fertigungsökonomien weiterhin Wachstum erwartet.
Unternehmen reagieren auf häufige globale Schocks mit robusteren Lieferketten und verabschieden sich von Just-in-time-Konzepten. Der aktuelle Ölpreisschock dürfte daher zunächst nur zu einem moderaten Produktionsrückgang führen. Stärker entwickelt sich der Halbleitersektor: In acht der zehn größten Fertigungsländer gehört er zu den wachstumsstärksten Branchen. Die USA und Südkorea profitieren von hoher Chipnachfrage, KI-getriebenen Rechenzentrumsinvestitionen und industriepolitischer Förderung.












