13.05.2026 • News

VDI sucht ehrenamtliche Helfer

Mehrere Fachausschüsse im Fachbereich 3 „Digitalisierung und Virtualisierung“ würden sich über eine Unterstützung von weiteren Fachleuten freuen

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Aktuelle Entwicklungen in der künstlichen Intelligenz geben Industrie-4.0-Initiativen neuen Schub. Der Fachbereich 3 „Digitalisierung und Virtualisierung“ der VDI/VDE-Gesellschaft Mess- und Automatisierungstechnik greift diese Dynamik auf und lädt Fachleute zur Mitarbeit in seinen Fachausschüssen ein. Ziel ist es, Digitalisierung und Virtualisierung in Mess- und Automatisierungstechnik systematisch weiterzuentwickeln.

Virtuelle Meetings, Remote-Inbetriebnahmen und Augmented Reality gehören für viele Ingenieurinnen und Ingenieure bereits zum Alltag. Dennoch sieht der Fachbereich die Industrie noch nicht am Ziel einer durchgängig digitalisierten, flexiblen und ressourcenschonenden Produktion. Insbesondere maschinelles Lernen und generative KI eröffnen neue Chancen, stellen aber auch Anforderungen an Standards, Methoden und Werkzeuge.

Die Fachausschüsse im Fachbereich 3 bearbeiten zentrale Themen rund um KI-gestützte Automatisierung, Daten- und Modellmanagement sowie virtuelle Inbetriebnahme. Praktikerinnen und Praktiker aus Industrie und Forschung sind eingeladen, ihre Erfahrungen einzubringen und so künftige Richtlinien und Best Practices mitzugestalten. Dies sind die Themen: 

  • FA 3.21 „Funkgestützte Kommunikation“: Die rasante Entwicklung neuer Funktechnologien und Funkstandards, die Anforderungen neuer Anwendungen, die integrative Betrachtung der Funkkommunikationssysteme mit leitungsgebundenen industriellen Kommunikationssystemen als Gesamtsystem sowie die Integration der Funksysteme in die IT-Landschaft der Unternehmen werden in Richtlinienreihe VDI/VDE 2185 einfließen.

  • FA 3.22 „Security“: Security ist längst kein Nebenjob für die IT-Abteilung mehr, sondern muss zentraler Bestandteil einer jeden Unternehmensinfrastruktur sein, insbesondere auch mit Blick auf die Steuerungssysteme in der industriellen Automatisierung (operational Technology, OT). Das ist nicht nur aufgrund der akuten Bedrohungslage so, sondern oft auch gesetzliche Anforderung. Die Richtlinienreihe VDI/VDE 2182 trägt dieser Entwicklung Rechnung und arbeitet an entsprechenden Umsetzungsempfehlungen für die Praxis.

  • FA 3.31 „Interaktion industrieller Daten- und Automatisierungssysteme“: Im Industrie-4.0-Kontext kommen sehr unterschiedliche Domänen zusammen, die bisher kaum gemeinsame Berührungspunkte hatten. Entsprechend ist eine gemeinsame Sprache entscheidend – nicht nur zwischen den interagierenden IT-Komponenten, sondern auch zwischen den Menschen, die zusammen an Lösungen arbeiten. Einer gemeinsamen Begriffswelt fällt damit eine zentrale Rolle zu. Mit VDI/VDE 2190 Blatt 1 nimmt der FA 3.31 die Herausforderung an, diese zu entwickeln. Weitere aktuelle Projekte sind Mapping- und Matching-Mechanismen zwischen Datenmodellen und Steuerungen auf Basis des Capability-Konzepts.

  • FA 3.32 „Arbeitswelt Industrie 4.0“: Generative KI beeinflusst unsere tägliche Arbeit. Sei es aktiv durch die Nutzung zur Erzeugung von Texten, Präsentationen, Bildern, Videos oder Programmcode oder fast unbemerkt durch Verwendung altbekannter Tools, die die Hersteller um KI-Funktionalität erweitert haben. Der Fachausschuss 3.32 greift diese Entwicklung auf und wird Hilfestellungen geben, wie die KI-gestützte Wertschöpfung menschengerecht, kompetenzorientiert und verantwortungsvoll ausgestaltet werden kann.

  • FA 3.33 „KI-Anwendung in der Produktion“ Die Nutzung von Produktionsdaten zur Steigerung der Wertschöpfung ist das zentrale Thema des Fachausschusses. Mit VDI/VDE 3714 und VDI/VDE 3715 hat der Fachausschuss bereits eine solide Basis dazu geschaffen. Jüngste Durchbrüche bei der Anwendung von künstlicher Intelligenz eröffnen neue Möglichkeiten bei der Zusammenstellung, Aufbereitung und Auswertung von Daten. Der Fachausschuss aktualisiert daher seine Zielsetzung und wird die „Datenbasierte KI-Anwendung in der Produktion“ zu seinem neuen Arbeitsschwerpunkt machen.

  • FA 3.35 „Agentensysteme“: Generative KI wird als ein möglicher Schlüssel angesehen, um humanoide Roboter mit Problemlösungskompetenz auszustatten. Wenn diese Roboter außerhalb von geschützten Umgebungen eingesetzt werden und direkt mit Menschen interagieren, sind entsprechend hohe Security-Anforderungen einzuhalten. Eine Arbeitsgruppe im Fachausschuss wird sich damit befassen, wie diese Anforderungen ausformuliert und deren Erfüllung überprüft werden kann. Auch in den Arbeitsgruppen zu „LLM-basierten Agenten“ und „Agenten in der Logistik“ sind weitere Experten, besonders aus der Industrie, herzlich willkommen.

Sie möchten den technischen und gesellschaftlichen Fortschritt mitgestalten?

Bitte setzen Sie sich mit der Geschäftsstelle der VDI/VDE-GMA in Verbindung, wenn Sie in einem dieser Fachausschüsse mitarbeiten möchten.

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Anbieter

VDI/VDE- Gesellschaft Mess- und Automatisierungstechnik

VDI-Platz 1
40468 Düsseldorf
Deutschland

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