Wohnraum am laufenden Band
Mit seinem Werk im nordschwedischen Piteå setzt Lindbäcks Bygg, Unternehmen für die industrielle Fertigung von Hausmodulen für Mehrfamilienhäuser, Maßstäbe in der Branche. Für den reibungslosen Betrieb der langen Fördersysteme sorgen Antriebssysteme.
Die 322 m lange und 96 m breite Werkhalle des Werks in Piteå umfasst einen Produktions- und Logistikbereich von 31.000 Quadratmetern und wurde so gestaltet, dass alle Abläufe aufeinander abgestimmt sind. Digitalisierungs- und Automatisierungslösungen spielten dabei eine wesentliche Rolle. Das Ziel: eine schlankere Produktion und damit eine Steigerung der Effizienz. Angestrebt ist eine Verdreifachung der Fertigungskapazitäten. Halbstündlich sollen 40 Quadratmeter Wohnungsmodule gefertigt werden. Das entspricht 1.600 Wohnungen pro Jahr und stellt hohe Ansprüche an die Betriebssicherheit. Zusammen mit der Fertigung von jährlich 800 Hausmodulen in Öjebyn wird die jährliche Produktion auf 2.400 Wohnungen steigen.


Eine Materialbahn versorgt die verschiedenen Arbeitsstationen mit den passenden Werkstoffen für Dächer und Wände. Nagelmaschinen liefern in hoher Geschwindigkeit vorgenagelte Platten und lange Förderbänder führen sukzessive Materialien für den Aufbau der zukünftigen Hausmodule zu. Die Antriebs- und Steuereinrichtungen all dieser Transportlösungen, Maschinen und Montagestraßen werden von einer großen Anzahl von Getriebemotoren und Frequenzumrichtern angetrieben – fast 70 Prozent stammen vom norddeutschen Antriebsspezialisten Nord Drivesystems. „Die Antriebe werden in den Produkten unserer Maschinenlieferanten eingesetzt. Mit der Qualität sind wir sehr zufrieden“, so Mats Riekkola, Leiter Betriebssicherheit bei Lindbäcks Bygg.
Geringe Betriebskosten
Moderne Fördersysteme, mit denen Güter über große Entfernungen transportiert werden, müssen sparsam im Unterhalt sein. Aus diesem Grund wurden effiziente Antriebe von Nord Drivesystems ausgewählt, die sich durch geringen Energieverlust und eine Antriebselektronik mit Energiesparfunktion auszeichnen. Eine Installation mithilfe von Industriesteckverbindern sorgt zudem für eine schnelle fehlerfreie Montage und gleichzeitig bei Bedarf für einen unkomplizierten Austausch. „Unsere Antriebe sind wichtige Systemkomponenten, wenn es darum geht, etwas in Bewegung zu setzen. Schließlich muss jede Bewegung mit einem Maximum an Sicherheit und Zuverlässigkeit ausgeführt werden. Dazu können wir auf eine breite Palette mechanischer, elektrischer und elektronischer Antriebstechniken zurückgreifen – von energieeffizienten Getriebemotoren hin zu passender Antriebselektronik, dezentral oder im Schaltschrank“, macht Thobias Sundström, Account-Manager bei Nord, deutlich.
Optimierter Materialtransport
Die Materialversorgungsbahn sorgt für reibungslose Lieferungen an die verschiedenen Montagestationen, reduziert die Anzahl der LKW im Werk und erhöht dadurch die Sicherheit. Die Bahn trägt zudem zu einer Optimierung der Verpackungsarbeiten in der Logistikabteilung bei. Die Wagen fahren nach einem bestimmten Zeitplan und werden mit genau dem Material beladen, das an der jeweiligen Montagestation benötigt wird. Sie sind speziell auf den Betrieb abgestimmt und beispielsweise mit Förderbändern ausgestattet, die das Material an Bord ziehen, sowie mit drehbaren Beladetischen, die die Handhabung der unterschiedlichen Materialien vereinfachen. Da die Materialbahn sehr lang ist, wurden die Wagen mit einem Positioniersystem – eine Standardfunktion der Antriebselektronik von Nord – ausgestattet, das an den Lade- und Entladestationen von Vorteil ist: Es gibt dem Fahrer die Möglichkeit, den Anhänger genau zu orten.
So ökologisch und nachhaltig wie möglich
Das Werk dient nicht nur der Automatisierung und Verschlankung der Fertigung, um eine führende und moderne industrielle Hausproduktion zu schaffen. Mindestens genauso wichtig ist die Etablierung eines Fertigungsstandorts, der so ökologisch und nachhaltig wie möglich arbeitet. Aus diesem Grund verfügt das neue Werk über Sonnenkollektoren auf dem Dach, über die ein Großteil des jährlichen Strombedarfs gedeckt wird. Zudem wird der Überschuss an Prozesswärme des benachbarten Unternehmens SunPine, das Biodiesel aus Kiefernöl gewinnt, genutzt. Diese Prozesswärme wird zum Beheizen des Werks verwendet. Da sich dieses in der Nähe des Hafens von Piteå befindet, ergeben sich zukünftige Möglichkeiten in Bezug auf eine nachhaltige Transportlösung per Schiff.
Autor
Jörg Niermann, Bereichsleiter Marketing, Nord Drivesystems Gruppe
Anbieter
Nord Drivesystems GmbH & Co. KGGetriebebau-Nord-Str. 1
22941 Bargteheide
Deutschland
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