22.05.2026 • Fachbeiträge

Digitale Vernetzung für industrielle Projekte

Interview mit Georg Fischer, Geschäftsführer von Visionkey

David Löh, Chefredakteur inspect

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Steigende Projektkomplexität, kurze Entwicklungszyklen und zunehmende Spezialisierung erfordern neue Formen der Zusammenarbeit. Die digitale, projekt­orientierte Plattform Industrielink ermöglicht es Integratoren, Maschinenbauern und Engineering-Dienstleistern, Projektpartner effizient zu finden und industrielle Kooperationen strukturiert umzusetzen.


inspect: Kürzlich haben Sie die Plattform „Industrielink“ gestartet, über die sich Unternehmen für gemeinsame Maschinenbauprojekte vernetzen können. Warum ist eine solche Plattform nötig?

Georg Fischer: Die Industrie steht zunehmend unter Druck: Projekte werden komplexer, Entwicklungszyklen kürzer und Spezialisierungen tiefer. Gleichzeitig wird es immer schwieriger, schnell die richtigen Partner für konkrete Anforderungen zu finden. Bestehende Netzwerke sind meist zu breit aufgestellt oder nicht ausreichend auf industrielle Anwendungen fokussiert. Genau hier setzt Industrielink an: Wir schaffen einen zentralen, spezialisierten Ort, an dem sich Unternehmen aus dem Maschinenbau- und Automatisierungsumfeld gezielt und effizient vernetzen können – ohne Streuverluste.

inspect: Was macht Industrielink besser als klassische Branchenverzeichnisse oder Lieferantendatenbanken?

Fischer: Der entscheidende Unterschied ist die Kombination aus Spezialisierung und Funktionalität. Klassische Verzeichnisse sind oft statisch – Industrielink hingegen ist interaktiv und projektorientiert. Unternehmen können nicht nur gefunden werden, sondern aktiv Angebotsanfragen erstellen oder darauf reagieren. Zusätzlich bieten wir: intelligente Such- und Filterfunktionen eine Kartenansicht für regionale Partnerschaftendetaillierte Statistiken zur Sichtbarkeit und PerformanceVor allem aber: ein vorselektiertes Fachpublikum, das genau aus den relevanten Branchen kommt.

inspect: Wer genau ist die Zielgruppe?

Fischer: Unsere Zielgruppe umfasst Unternehmen, die Produkte oder Dienstleistungen aus folgenden Bereichen anbieten:

  • Maschinenbau/Sondermaschinenbau
  • Automatisierungstechnik
  • Industrial Engineering
  • Beratung/Projektmanagement
  • 3D-Druck und Co.

sowie alle verwandten Technologien und Bereiche.

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Die Plattform Industrielink soll es Maschinenbauern, Ingenieurbüros und Integratoren ermöglichen, schnell die richtigen Partner für ein konkretes Projekt zu finden.

inspect: Welchen konkreten Nutzen haben die Unternehmen dadurch?

Fischer: Unternehmen profitieren auf mehreren Ebenen:

  • Gezielte Sichtbarkeit bei einem hochrelevanten Fachpublikum
  • Neue Geschäftsmöglichkeiten durch Listung auf der Plattform sowie Möglichkeit zu neuen Kunden/Projekten durch die automatisierten Projektanfragen
  • Effiziente Partnersuche, regional und überregional

Ein großer Vorteil ist zudem, dass die Registrierung (Basic-Account) und die Vermittlung zwischen Nutzern komplett kostenlos ist. Es fällt also keine Provision oder ähnliches an.

inspect: Wie genau können Unternehmen teilnehmen?

Fischer: Die Teilnahme ist bewusst einfach gehalten: Nutzer können sich ganz einfach unter www.industrielink.de registrieren und somit ein Nutzerprofil erstellen. Ergänzend können registrierte Nutzer ein Unternehmensprofil erstellen, um als Unternehmen auf der Plattform sichtbar zu werden. Angebote (Produkte/Dienstleistungen) sind notwendig, um bei Angebotssuchen sowie bei den automatisierten Angebotsanfragen präsent und berücksichtigt zu werden.

Bereits das dauerhaft kostenlose Basisprofil ermöglicht eine solide Präsenz mit Unternehmensaccount und Angeboten auf der Plattform. Für erweiterte Funktionen – etwa mehr Sichtbarkeit oder zusätzliche Angebotsmöglichkeiten – stehen optionale Plus- und Pro-Modelle zur Verfügung.

inspect: Welche Voraussetzungen müssen Unternehmen erfüllen, um teilnehmen zu können?

Fischer: Wichtig ist, dass die Unternehmen thematisch in den industriellen Fokus der Plattform passen. Das bedeutet konkret: Anbieter von Produkten oder Dienstleistungen aus den Bereichen Maschinenbau, Automatisierung, Engineering oder verwandten Technologien. Ziel ist es, die Qualität und Relevanz des Netzwerks hochzuhalten – davon profitieren letztlich alle Teilnehmer.

inspect: Was ist Ihr Geschäftsmodell? Oder anders gefragt: Wie verdienen Sie mit dieser Plattform Geld?

Fischer: Unser Ansatz ist klar: Der Mehrwert für die Branche steht im Vordergrund. Die Nutzung der Plattform sowie die Vermittlung von Kontakten und Projekten sind komplett kostenlos – es fallen keine Provisionen an. Einnahmen generieren wir ausschließlich über optionale Abo-Modelle (Plus und Pro), die erweiterte Funktionen und mehr Sichtbarkeit bieten. Diese Einnahmen dienen in erster Linie dazu, die Weiterentwicklung und den Betrieb der Plattform zu finanzieren.

inspect: Wie ist der Ablauf nach der Registrierung?

  • Fischer: Nach der Registrierung können Unternehmen direkt aktiv werden:
  • eigenes Nutzer- und Unternehmens-Profil erstellen und ausbauen
  • Projekte beziehungsweise Angebotsanfragen einstellen
  • gezielt nach passenden Partnern suchen

Es ist also kein passives System. Unternehmen können gefunden werden und aktiv auf andere zugehen. Das erhöht die Erfolgswahrscheinlichkeit deutlich.

inspect: Wie stellen Sie sicher, dass die Vertraulichkeit von Projekten gewahrt bleibt?

Fischer: Das Thema Vertraulichkeit hat für uns hohe Priorität. Unternehmen entscheiden selbst, wie viele Details sie in einer öffentlichen Anfrage preisgeben. Sensible Informationen können bewusst zurückgehalten und erst im direkten Austausch geteilt werden. Zusätzlich erfolgt die Kommunikation über ein integriertes Nachrichtensystem, wodurch der Austausch nicht öffentlich, sondern nur zwischen den beiden Beteiligten und auch innerhalb der Plattform bleibt.

inspect: Welche weiteren Funktionen hat die Plattform?

Fischer: Neben der automatisierten Angebotsanfrage und der ausführlichen Such- und Filterfunktion bietet Industrielink:

▪  ein integriertes Nachrichtensystem für eine direkte und strukturierte Kommunikation

▪  Bewertungs- und Feedbackmöglichkeiten, um Vertrauen und Transparenz zu stärken

▪  Statistiken, die zeigen, wie oft ein Profil oder ein Angebot gesehen wird

Diese Funktionen helfen, Kontakte zu knüpfen und langfristige Partnerschaften aufzubauen.

inspect: Welche Erweiterungen wollen Sie künftig implementieren?

Fischer: Wir haben viele Ideen und planen, Industrielink kontinuierlich weiterzuentwickeln. Dazu gehören unter anderem:

  • noch intelligentere Matching-Algorithmen (Stichwort KI)
  • die ständige Verbesserung von Filter- und Suchfunktionen
  • zusätzliche Möglichkeiten zur Darstellung von Projekten und Kompetenzen
  • eventuell Schnittstellen zu anderen Tools oder Systemen

Unser Ziel ist es, die Plattform Schritt für Schritt zu einem zentralen digitalen Ökosystem für industrielle Kooperationen auszubauen.

inspect: Warum sollte man sich bei Industrielink registrieren?

Fischer: Weil es aktuell kaum einen effizienteren Weg gibt, genau die richtigen Geschäftspartner in der eigenen Branche zu finden – oder selbst gefunden zu werden. Industrielink bündelt ein hochrelevantes Fachpublikum an einem Ort. Das bedeutet: keine Streuverluste, sondern direkte Sichtbarkeit bei genau den Unternehmen, die tatsächlich Bedarf oder passende Lösungen haben.

Hinzu kommt, dass der Einstieg komplett risikofrei ist. Das Basisprofil ist dauerhaft kostenlos. Unternehmen können die Plattform also ohne Verpflichtungen testen und sofort von ersten Kontakten und Anfragen profitieren.

Gleichzeitig gilt: Wer nicht sichtbar ist, findet in der heutigen, zunehmend digitalen Industrie auch schlicht nicht statt. Industrielink bietet hier eine gezielte Möglichkeit, sich frühzeitig in einem spezialisierten Netzwerk zu positionieren und langfristig Wettbewerbsvorteile aufzubauen.

Anbieter

VisionKey GmbH

Hohenleitnerweg 4
82445 Schwaigen
Deutschland

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