Abfüllkontrolle in Höchstgeschwindigkeit
Wenn eine Getränkedose beim Öffnen perfekt zischt, steckt dahinter High-Tech. Zwei Unternehmen haben dafür eine 3D-Inspektionslösung entwickelt

Wenn eine Getränkedose beim Öffnen perfekt zischt, steckt dahinter High-Tech. Zwei Unternehmen haben dafür eine 3D-Inspektionslösung entwickelt. Nun prüft die Getränkeindustrie tagtäglich bei Millionen von Dosen die Qualität.
d Das Zischen beim Öffnen einer Getränkedose ist entscheidend: Das Geräusch steht nicht nur für Frische, sondern auch für Qualität. Dass die Dose richtig zischt, ist kein Zufall, sondern hat mit der entsprechenden Füllmenge und dem richtigen Fülldruck zu tun. Um zu kontrollieren, ob Füllmenge und -druck der Norm entsprechen, haben AT Sensors und EVT Eye Vision Technology (EVT) zusammen eine Applikation für Filtec, einem Abfüllmaschinenhersteller, entwickelt. Hierbei werden sogenannte Getränkecontainer mithilfe von 3D-Scans inspiziert und bewertet. Die Qualitätskontrolle erfolgt in hoher Geschwindigkeit im 24-Stunden-Betrieb: 40 Dosen pro Sekunde, 2.400 Dosen pro Minute und 3,5 Millionen Dosen am Tag. Vor allem in den USA werden diese Abfüllmaschinen von bekannten Getränkeherstellern tagtäglich eingesetzt.
Präzision als Herausforderung
Das Besondere an dieser speziell für die Getränkeindustrie entwickelten Applikation ist nicht nur die Frequenz. Die Anwendung läuft seit Jahren erfolgreich, und Filtec hat erst jüngst 3D-Sensoren im dreistelligen Bereich nachgeordert, um weitere Abfüllmaschinen damit zu bestücken, die nicht mehr nur von Getränkeherstellern in den USA, sondern global geordert werden können. Um diese Applikation überhaupt zu realisieren, mussten die Entwickler diverse Herausforderungen meistern. EVT und AT Sensors sollten eine Lösung erarbeiten, bei der man mit Bildverarbeitung 40 Dosen pro Sekunde auf einer Laufbandstrecke von nur zwei Metern prüfen konnte. Und dabei ging es nicht nur um die Bewertung der Dose, sondern gleichzeitig auch um das Ausschleusen des Getränkecontainers, sollte dieser die Norm nicht erfüllen.
„Die Doseninspektion zeichnet sich vor allem durch ihre enorme Geschwindigkeit bei hoher Präzision aus. Wir mussten bei der Entwicklung vor allem sicherstellen, dass die Daten genau stimmen und die richtigen Dosen ausgeschleust werden. Schließlich läuft die Maschine im Dauerbetrieb, sodass Verlässlichkeit eine entscheidende Rolle spielt“, erklärt EVT-Geschäftsführer Michael Beising. EVT zog in diesem Zusammenhang AT Sensors als Sensorlieferant vor. „Wir kennen AT schon lange. Das Unternehmen entwickelt seit seiner Gründung beeindruckende 3D-Sensoren. Daher stand für uns schnell fest, dass diese Lösung für die Dosen-Inspektion die richtige ist“, so Beising weiter.
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