Antriebe für Tiefsee und Weltall
Lösungen für herausfordernde Einsatzbedingungen wie in der Tiefsee oder im Weltall verlangen kundenspezifische Antriebslösungen, die im Co-Engineering entwickelt werden
Der US-amerikanische Spezialist für elektromechanische Servosysteme Ultra Motion konzipiert Aktuatoren für den Einsatz in rauen Umgebungen. Die Lösungen eignen sich insbesondere bei Bedingungen mit hohen Stoß- und Vibrationsbelastungen, Flüssigkeitseinwirkung, Salzwasser-Immersion sowie bei elektromagnetischen Störungen (EMI/EMV). Einige ihrer Systeme haben die Spezialisten für hochintegrierte elektromechanische Aktuatorsysteme mit integrierter Regelung und Positionsrückmeldung in Kooperation mit dem Kleinantriebsexperten Faulhaber entwickelt. Gemeinsam ist allen Lösungen die Forderung nach Aktuatoren, die höchste Zuverlässigkeit mit maximaler Leistungsdichte kombinieren.





Individuell angepasste Motoren als Herzstück
Zur Produktpalette von Ultra Motion gehören unter anderen die L- und T-Serie. Die L-Serie (Bild 1) bietet hochpräzise lineare Positionierung mit maximaler Regelsteifigkeit und optionaler Systemredundanz und eignet sich für sicherheitskritische, präzise Linearbewegung beispielsweise in der Flugsteuerung. Die T-Serie (Bild 2) hingegen bietet zuverlässige Drehbewegung in extremen mechanischen oder auch maritimen Bedingungen. In beiden Fällen sorgen die bürstenlosen DC-Motoren der BP4-Familie (Technikkasten) von Faulhaber mit hoher Leistungsdichte in Kombination mit präzisen Planetengetrieben dafür, dass große Drehmomente in kompakten Gehäusen zur Verfügung stehen (Bild 3 a,b). Im Ergebnis entstehen Antriebe, die sowohl in der Dynamik als auch in der Zuverlässigkeit selbst unter extremen Bedingungen überzeugen.
Engineering für Extreme: Tiefseedruck und Vakuum
Die T-Serie wird auch in der Variante T3U angeboten (Bild 4), die sich auch für den Einsatz in der Tiefsee eignet. Eine speziell entwickelte Abtriebswelle sorgt für eine erhöhte Drehmomentkapazität, während eine ventilierte, ölgefüllte Konfiguration den druckkompensierten Betrieb bis in 6.000 Meter Tiefe ermöglicht. Für die L-Serie wiederum hat Faulhaber vakuumoptimierte Modifikationen umgesetzt, die eine zuverlässige Funktion im Weltraum sicherstellen.
Bürstenlose DC-Servomotoren 4-Pol-Technologie
Die vierpoligen bürstenlosen DC-Servomotoren der Serie BP4 bestechen durch höchste Drehmomente – und das trotz kompakter Bauform in Durchmesser 22 mm und 32 mm und geringem Gewicht. Herzstück der Motoren ist eine neuartige innovative Wicklungstechnologie, die nicht nur einen sehr hohen Kupferanteil im Stator erlaubt, sondern auch eine hohe elektrische und geometrische Wicklungssymmetrie aufweist. Das führt zu geringen Verlusten und zu einem sehr hohen Wirkungsgrad. Die Serie BP4 ist überlastfähig und eignet sich für Anwendungen mit höchsten Leistungen bei möglichst geringem Gesamtgewicht und Bauraum und für den dynamischen Start-/Stopp-Betrieb.
Anbieter
Dr. Fritz Faulhaber GmbH & Co. KGFaulhaberstraße 1
71101 Schönaich
Deutschland
Meist gelesen

Sind KIs Jobkiller? Nö! Aber gehypte CEOs vielleicht schon
Die tatsächlichen Produktivitätsgewinne heutiger KIs sind begrenzt. Die eigentliche Gefahr liegt weniger in der Technik als in gehypten Managern. Ein Kommentar.

Industrielle Qualitätsprüfung mit Contact-Image-Sensoren
Für die Qualitätsprüfung flacher Objekte oder Endlosmaterial sind Contact-Image-Sensoren eine Alternative zu Zeilenkameras. Rauscher erweitert sein Portfolio um Insnex-CIS-Module mit bis zu 3.600 DPI.

Mehr Kreislauf durch PCR-Spouts
Standbodenbeutel mit Ausgießer kommen in immer mehr Anwendungen zum Einsatz. Setzen Hersteller auf Monomaterial-Konzepte, lassen sich Verpackungen besser recyceln und in den Kreislauf zurückführen.

AR-gestützte Qualitätskontrolle von Kranteilen
Bauteilprüfung mit Augmented Reality direkt in der Fertigung

Chatbots für tote, gefährdete und ausgestorbene Sprachen
Möglichkeiten und Grenzen generativer KI für die Weiterbildung.







