Pilz steigt in Service-Robotik ein – Launch auf der Automatica


Im Feld der Industrie- und Servicerobotik wird für die kommenden drei Jahre ein Wachstum von 20 bis 25 Prozent erwartet. Daher erweitert der Automatisierer Pilz sein Portfolio um den neuen Produktbereich Service Robotik, wobei der Fokus stets auf Sicherheit liegen wird. „Den sicheren Roboter gibt es nicht, Es gibt nur Roboter mit mehr oder weniger Sicherheitsfunktionen. Daher steht am Ende des Tages immer die sichere Robotik-Applikation im Mittelpunkt“, erklärt Thomas Pilz, Geschäftsführender Gesellschafter.
Die Service-Robotik-Module umfassen zu Beginn den Manipulator, das Steuerungsmodul und das Bedienmodul. Wesentliche Merkmale sind Offenheit,zum Beispiel durch das Software-Frameworks ROS, eine anwenderfreundliche Bedienung und eine schnelle Inbetriebnahme nach dem Plug&Play-Prinzip. So können sich Anwender ihre individuelle Service-Roboter-Applikation zusammenstellen.
Manipulator, Steuerungsmodul und Bedienmodul bilden zusammen ein von der DGUV (Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung) zertifiziertes Paket nach EN ISO 10218-1 „Industrieroboter – Sicherheitsanforderungen“ und bringen damit alle Voraussetzungen für die Umsetzung sicherer Roboterapplikationen mit. Das erleichtert den Weg zur obligatorischen CE-Kennzeichnung. Zu den Einsatzgebieten gehören beispielsweise Pick&Place-Anwendungen sowie modulare teilautomatisierte „Klein-Roboterzellen" in der Industrie.
Modularer Baukasten für Service-Robotik
Der Manipulator PSIR ist ein von Pilz entwickelter Roboterarm mit einer Traglast von 6 kg. Durch sechs Achsen, ein Gewicht von 20 kg und eine 24-VDC-Stromversorgung ist er gut für mobile Anwendungen zum Beispiel in Kombination mit einem Fahrerlosen Transportsystem (FTS) einsetzbar.
Im Steuerungsmodul PRCM übernimmt die Pilz Antriebs- und Steuerungstechnik die Bewegungs- und Sicherheitssteuerung des Roboters. Nach dem Plug&Play-Prinzip können Anwender die Module verbinden und sofort nutzen. Das Steuerungsmodul unterstützt offene Industrie-Kommunikationsprotokolle wie CANopen, Ethercat oder Profibus. Pilz RCM lässt sich sowohl mit den SPS-Sprachen nach IEC 61131-3 als auch über das Open-Source-Framework ROS (Robot Operating System) programmieren und bietet damit große Offenheit für funktionale Erweiterungen. Pilz hat auf Basis des bislang aus dem Forschungsumfeld bekannten ROS-Frameworks Software-Module für die Roboter-Steuerung entwickelt.
Das Bedienmodul PRTM erlaubt durch eine von Pilz entwickelte Bedien- und Visualisierungs-Software die Bedienung des Roboters über eine grafische Benutzeroberfläche. Das Panel bietet die Funktionen Betriebsartenwahl, Not-Halt und Diagnose. Es erlaubt das einfache Einrichten und Teachen des Roboter-Arms über ein sensitives Touch-Display.
Anbieter
Pilz GmbH & Co. KGFelix Wankel Str. 2
73760 Ostfildern
Deutschland
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