Branche stabilisiert sich – Cyber-Resilienz rückt in den Fokus
Die Sensorik- und Messtechnikbranche hat sich 2025 nach einem schwächeren Vorjahr moderat erholt

Laut einer aktuellen Umfrage des AMA Verbands für Sensorik und Messtechnik e.V. stiegen die Umsätze im vierten Quartal 2025 gegenüber dem Vorquartal um 1 Prozent, im Vergleich zum Vorjahresquartal sogar um 11 Prozent. Auch die Auftragseingänge legten leicht um 2 Prozent zu. Kurzarbeit spielte zum Jahresende praktisch keine Rolle – ein positives Signal für die Beschäftigungslage.
Der Exportanteil der Branche lag 2025 bei 50 Prozent, davon 31 Prozent innerhalb Europas. Viele Unternehmen setzen derzeit auf die Stabilisierung bestehender Märkte und den Ausbau von Partnerschaften.
Im Rahmen einer Sonderabfrage rückte Indien als Zielmarkt stärker in den Fokus: 48 Prozent der AMA-Mitglieder planen, ihre Aktivitäten dort auszubauen, weitere 19 Prozent prüfen einen Einstieg oder eine Ausweitung des Engagements. Rund ein Viertel sieht aktuell keinen Handlungsbedarf. Die Branche bewertet die Chancen in Indien damit wachstumsorientiert, aber mit Blick auf noch offene handels- und regulatorische Rahmenbedingungen.

Ein weiteres Schwerpunktthema ist die Vorbereitung auf den EU Cyber Resilience Act. 31 Prozent der befragten Unternehmen sehen sich bereits gut vorbereitet, 33 Prozent befinden sich in der Planungsphase, ebenso viele haben noch keine konkreten Maßnahmen gestartet. Die Ergebnisse zeigen, dass die Bedeutung von Cyber-Resilienz erkannt ist, die praktische Umsetzung aber vielerorts noch am Anfang steht.
Für 2026 erwartet der AMA-Verband eine verhalten positive Entwicklung. „Viele Mitgliedsunternehmen zeigen eine vorsichtige Zuversicht und arbeiten daran, sich auf die kommenden regulatorischen und technologischen Herausforderungen vorzubereiten“, sagt AMA-Geschäftsführer Philipp Gutmann. Der Fokus liege klar auf Verlässlichkeit, Innovation und einer schrittweisen Stärkung der Cyber-Resilienz.












