4 K-Digitalmikroskopie für die industrielle Inspektion
Eine neue Digitalmikroskop-Plattform kombiniert 4 K-Bildgebung, Autofokus und Focus-Stacking mit integrierten Mess-, Vergleichs- und Berichtsfunktionen. Voreinstellungen, Metadaten und gesperrte Prüfparameter unterstützen reproduzierbare Inspektionsprozesse und eine auditfähige Dokumentation.

Vision Engineering präsentiert EVO Cam Aura, seine neue digitale Mikroskopplattform für die industrielle Inspektion, Qualitätskontrolle und Laboranalyse. Sie ist der Nachfolger der Systeme EVO Cam II und Halo, die sich seit einigen Jahren in den Bereichen Elektronik, Automobilindustrie, Luft- und Raumfahrt, Medizintechnik und Forschung etabliert haben. Sie haben sich einen Namen als schnelle, zuverlässige Full-HD-Systeme gemacht. EVO Cam Aura erweitert die Produktreihe um 4 K-Bildgebung und vereint Inspektion, Messung und Berichterstellung in einem nahtlosen Workflow direkt auf dem Bildschirm.
Was ist neu für Anwender, die von der EVO Cam II umsteigen?
Die 4 K-Bildgebung erfasst feine Details – Haarrisse, Zellgrenzen, Verunreinigungen, Pad-Geometrie – auf dem Niveau, das moderne Bauteile erfordern. Maßgeschneiderte Optiken und der optische Zoom ermöglichen es dem Bediener, ohne Objektivwechsel vom Gesamtüberblick zum Detail zu wechseln, während der integrierte Autofokus und das Focus-Stacking auch unebene oder komplexe Teile scharf abbilden.
Die größte Neuerung betrifft aber die Software: Sie vereint Zoom, Fokus, Beleuchtung, Bildsteuerung, Aufnahme, Messung und Analyse in einer einzigen Benutzeroberfläche und begleitet den Bediener so durch den gesamten Arbeitsablauf – vom Live-Bild bis zum dokumentierten Ergebnis. Die automatische Erkennung sorgt für eine korrekte Vergrößerung und Maßstabsanpassung bei Messungen, sie stellt die Einstellungen der Ausleuchtung bei einem Wechsel des Ringlichts wieder her, und der Metadaten-basierte Vergleich ermöglicht den Abgleich von Live-Bildern mit einem Referenzmuster. Der Supervisor-Modus sperrt kritische Parameter, und Voreinstellungen können system- und standortübergreifend geteilt werden, um konsistente Ergebnisse zu gewährleisten.
Zu den integrierten Tools gehören die Vergleichsmodi „Impuls“, „Bildvorhang“ und „Synchronisiert“ sowie anpassbare „Go/No-Go“-Overlays, die direkt in die Voreinstellungen integriert sind. Anmerkungen und kalibrierte Messungen werden in derselben Benutzeroberfläche angezeigt, sodass Bilder automatisch mit Notizen, Messwerten, Metadaten und Zeitstempeln versehen werden.
Drei Modellvarianten mit unterschiedlicher Ausstattung
Die EVO Cam Aura ist in drei Modellen erhältlich – 4 K Touch, 4 K und Full-HD (über Tastenfeld steuerbar) – mit einer Auswahl an Beleuchtungsoptionen, Objektiven, Stativen und Anschlussmöglichkeiten. Sie arbeitet eigenständig ohne PC, lässt sich über WLAN oder LAN verbinden und unterstützt Live-Streaming. Sicherheitsvarianten aller drei Modelle eignen sich für Umgebungen mit eingeschränkten Zugangsbedingungen, in denen drahtlose Verbindungen, Bluetooth oder Wechseldatenträger nicht zulässig sind – eine Anforderung, die Anwendern im Verteidigungsbereich und in regulierten Branchen zunehmend gestellt wird. Eine optionale 360 °-Winkeloptik erweitert den Anwendungsbereich auf die schräge Inspektion von zahlreichen Komponenten und Baugruppen.
In der Elektronik ermöglicht 4 K-Bildgebung das präzise Darstellen von Lötstellen und Pad-Geometrien auch bei steigender Leiterplattendichte. Fokus-Stacking erfasst dabei die Tiefenschärfe auch bei unebenen Baugruppen. In der Automobilindustrie und im Präzisionsbau verkürzen anpassbare Voreinstellungen die Rüstzeiten in Fertigungslinien mit hoher Produktvielfalt. In der Luft- und Raumfahrt sowie im Verteidigungsbereich erzeugen mit Metadaten und Zeitstempeln versehene Bilder revisionssichere Datensätze. Für Einrichtungen, in denen eine Internetverbindung nicht zulässig ist, stehen sichere Varianten zur Verfügung. In der Medizintechnik unterstützt Aura die konsistente und wiederholbare Inspektion von Komponenten wie Kathetern und Stents. Die nachvollziehbaren Datensätze werden direkt im Netzwerk gespeichert. In Forschung und Labor gewährleisten gemeinsam nutzbare Optimierungsfunktionen einheitliche Ergebnisse zwischen verschiedenen Sitzungen und Standorten. Streaming ermöglicht die Echtzeitkommunikation zwischen den Standorten.












