IoT: Bedenken bei Datenschutz und IT-Sicherheit immer noch groß


Unternehmen profitieren zunehmend vom Internet of Things (IoT), aber Bedenken zu Datenschutz und IT-Sicherheit bremsen breiter angelegte IoT-Aktivitäten und fallen sogar noch stärker ins Gewicht als ein knappes Budget. Am meisten fürchten Unternehmen Hackerangriffe und Industriespionage. Automatisierte Security-Lösungen werden von Unternehmen zunehmend genutzt. Dies sind Ergebnisse einer aktuellen Studie zum Internet of Things.
Das Internet of Things (IoT) gewinnt in deutschen Unternehmen weiterhin an Bedeutung. Dafür sprechen eine steigende Projektzahl, höhere Erfolgsquoten sowie schnellerer Mehrwert. Auch die Investitionen steigen weiter, jedoch nicht mehr so stark. Sie fließen vor allem in neue Themen wie Blockchain, KI und Robotics. Das größte Hindernis für breiter angelegte IoT-Aktivitäten in Unternehmen ist nicht das knappe Budget, sondern Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes und der Sicherheit. Am meisten fürchten Unternehmen dabei Hackerangriffe und Industriespionage. Das zeigt eine aktuelle Studie von IDG Research Services mit TÜV SÜD und weiteren Partnern, für die 444 Entscheider aus der Region DACH befragt wurden.
Das sind die größten Hindernisse für IoT-Projekte
Datenschutzbedenken nennen 37 Prozent der befragten Unternehmen an erster Stelle als Argument gegen einen umfassenden IoT-Einsatz. Das gilt vor allem für die kleinen Firmen mit weniger als 500 Mitarbeitern und große Firmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitern. Ein Drittel der Unternehmen nennt Sicherheitsbedenken als größtes Hindernis. Sie fürchten vor allem Hacker-Angriffe/DDoS-Angriffe, Industriespionage oder juristische Probleme. Ein knappes Budget (30 Prozent), Fachkräftemangel (27 Prozent) und fehlende Anwendungsfelder (21 Prozent) sind weitere Gründe. Ein Fünftel der Firmen würde aufgrund schlechter Erfahrungen und eines fehlenden Return on Investments (ROI) bei bestehenden IoT-Anwendungen auf eine breite IoT-Initiative verzichten. Auch mangelnde Akzeptanz bei Mitarbeitern, Kunden, Geschäftspartnern und Dienstleistern spielen eine Rolle.
Risiken durch IoT: Das fürchten Unternehmen am meisten
Am meisten fürchten sich die Unternehmen vor Hacker-Angriffen und DDoS-Attacken (37 Prozent), Industriespionage (32 Prozent) oder juristischen Problemen (28 Prozent). Zum besseren Schutz der Systeme und Daten setzt ein Viertel der Firmen auf Lösungen zur automatisierten Erkennung von Cybersecurity-Schwachstellen oder -Risiken. Vorreiter sind hier die großen Unternehmen mit einem jährlichen IT-Etat von mehr als zehn Millionen Euro (52 Prozent). Etwa die Hälfte der befragten Firmen prüft derzeit den Einsatz automatisierter Security-Lösungen im IoT-Umfeld, 15 Prozent interessieren sich dafür.
Die gesamte IoT-Studie finden Sie zum Download hier.
Anbieter
TÜV SÜD Industrie Service GmbHWestendstr. 199
80686 München
Deutschland
Meist gelesen

Fachkonferenz Magsense 2026 fokussiert magnetische Sensorsysteme
Ziel ist es, Entwickler, Hersteller und Anwender magnetischer Sensorsysteme zusammenzubringen und den Austausch über aktuelle Technologien und Anwendungen zu fördern.

Wärmebildkameras von Flir entschlüsseln verborgene Texte in Herculaneum-Papyri
Kern der Untersuchungen ist die gepulste Thermografie, bei der die Schriftrollen mit kurzen Lichtimpulsen angeregt und die resultierenden Temperaturverläufe mit Infrarotkameras der Flir X-Serie aufgezeichnet werden.

Medabsy ernennt Petra Gospodnetić zur neuen CTO
Als Gründerin und Leiterin der Abteilung für Visionsinspektionsplanung am Fraunhofer ITWM ist sie auf maschinelles Sehen zur Qualitätsinspektion spezialisiert.

ZVEI beruft Phoenix-Contact-Manager in den engeren Vorstand
Ulrich Leidecker, Chief Operating Officer, ist auf der Mitgliederversammlung in den engeren Vorstand des Verbands gewählt worden.

Ams Osram übertrifft Prognosen und startet Transformationsprogramm
Ams Osram hat im vierten Quartal 2025 mit einem Umsatz von 874 Millionen Euro und einer bereinigten EBITDA-Marge von 18,4 Prozent die Mitte der Prognosespanne übertroffen.




