Ingenieurarbeitsmarkt unter Druck: Fachkräftemangel trotz Krise
Die Arbeitslosigkeit in IT- und Ingenieurberufen stieg um 17,6 Prozent, während die Gesamtzahl der offenen Stellen um 23 Prozent auf 99.470 sank

Der aktuelle VDI/IW-Ingenieurmonitor zeigt, dass der Ingenieurarbeitsmarkt vor Herausforderungen steht. Die Arbeitslosigkeit in IT- und Ingenieurberufen stieg um 17,6 Prozent, während die Gesamtzahl der offenen Stellen um 23 Prozent auf 99.470 sank. Besonders betroffen sind IT, Kunststoffproduktion und chemische Industrie. Im Gegensatz dazu verzeichnet die Metallverarbeitung einen leichten Anstieg der offenen Stellen. Trotz der Konjunkturschwäche bleibt der Fachkräftemangel bestehen, insbesondere im Bauwesen, wo 306 offene Stellen auf 100 Arbeitslose kommen.
VDI-Experte Maximilian Stindt erwartet, dass Digitalisierung, Klimaschutz und Investitionen den Bedarf an Fachkräften langfristig erhöhen werden. Der VDI betont die Bedeutung der Integration ausländischer Fachkräfte und fordert eine praxisorientierte Ingenieurausbildung. Die Initiative „Zukunft Deutschland 2050“ stellt hierzu 28 Good-Practice-Beispiele vor. Der Fachkräftemangel könnte die Zukunft des Technologiestandorts Deutschland gefährden.












