IDS wächst im 1. Halbjahr 2023 um 49 Prozent
Im 1. Halbjahr 2023 erwirtschaftete IDS über 40 Millionen Euro, ein Umsatzplus von 49 Prozent. Für das 2. Halbjahr rechnet der Kamerahersteller mit einer Eintrübung.


Für die gesamte Bildverarbeitungsbranche prognostizierte der VDMA ein Umsatzwachstum von 7 Prozent im Jahr 2023. Für diesen Zeitraum, also das Gesamtjahr 2023, rechnet IDS mit einem Umsatzwachstum zwischen 15 und 20 Prozent. Grund ist die "aktuelle Eintrübung des Marktes". Dennoch liegt der Auftragsbestand derzeit 10 Prozent über den Erwartungen des Unternehmens.
Das starke Wachstum speist sich auch aus den in der Pandemie aufgehäuften Bestellungen, die der Kamerahersteller nach wie vor abarbeitet. "Unsere Auftragsbücher sind gut gefüllt und werden nach den pandemiebedingten Engpässen auf Rekordniveau abgearbeitet", erklärt IDS-Geschäftsführer Alexander Lewinsky. Zudem habe IDS Lehren aus dieser Zeit gezogen und die Lieferkette sowie die Produktion entsprechend angepasst.
Aktuelle Trends: 3D, günstige und schnelle Kameras
Das derzeitige Wachstum basiere im Wesentlichen auf drei Säulen: "Zum einen beobachten wir ein weiter stark wachsendes 3D-Segment“, erklärt IDS Geschäftsführer Jan Hartmann. Außerdem steige die Nachfrage nach preisgünstigen Kameramodellen. Und auch Kameras mit hohen Datenraten sowie schnelleren und größeren Sensoren werden zunehmend nachgefragt.
Eines der Top-Themen der Industrie in Bezug auf Prozessoptimierung und damit Kostensenkung sei künstliche Intelligenz (KI): "Digitalisierung und KI, gepaart mit Bildverarbeitung, sind Schlüsselkomponenten für Automation und Robotik, die in gewaltigen Dimensionen voranschreiten,“ ist sich Hartmann sicher. "Bildverarbeitung in Kombination mit KI eröffnet neue Anwendungsfelder, die wir dringend brauchen, um den globalen Herausforderungen, wie Fachkräftemangel oder Erderwärmung, zu begegnen. Ressourcenschonende Anwendungen werden dabei unausweichlich immer mehr an Bedeutung gewinnen. Vision-Systeme können hier einen entscheidenden Beitrag leisten."
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