EU Cyber Resilience Act: Studie zeigt Umsetzungsdefizite in der Industrie
Seit dem 11. September 2026 gelten die Meldepflichten des EU Cyber Resilience Act (CRA), doch viele deutsche Industrieunternehmen sind organisatorisch und technisch noch nicht ausreichend vorbereitet

Das zeigt der PwC Product Security Survey 2026, für den PwC Deutschland 100 Unternehmen mit digitalen Produkten befragt hat.
Zwar kennen 88 % den CRA in Grundzügen und 85 % sind in Produkt-Cybersicherheit eingebunden, jedoch verfügen 50 % über keine externe Meldeschnittstelle für Sicherheitsvorfälle, obwohl der CRA eine öffentlich zugängliche Meldestelle verlangt. 27 % haben keinen internen Prozess für produktbezogene Sicherheitsprobleme. Nur 19 % besitzen ein fundiertes Verständnis der Anforderungen, 3 % sehen sich als vollständig konform.
Technische Grundlagen wie updatefähige Produkte (94 %), dokumentierte Entwicklungsprozesse (84 %) und Risikobewertungen (83 %) sind verbreitet. Ein durchgängiges Product-Security-Engineering über den Lebenszyklus fehlt jedoch häufig; etwa erstellen nur 27 % SBOMs für den Großteil ihres Portfolios. Besonders der Mittelstand liegt beim CRA-Reifegrad hinter größeren Unternehmen zurück.
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