Drohnenbasierte Lasermesstechnik zur präzisen Gasanalyse über Vulkanfeldern
Forschende der Technischen Universität München haben ein Messsystem entwickelt, das vulkanische Gase mittels Laser und Drohnen erfasst

Ein bodengebundener Laser wird automatisch auf einen Reflektor an einer Flugplattform ausgerichtet und durchstrahlt die Gaswolken über aktiven Vulkanfeldern. Die Abschwächung des Strahls wird bis zu 3000 Mal innerhalb von 10 bis 15 Minuten gemessen. Ein Algorithmus berechnet daraus tomographische Karten der Gaskonzentration, unter Einbezug der lokalen Windverhältnisse. Im Fokus steht das Verhältnis von Kohlendioxid zu Schwefeldioxid, das als Indikator für Aktivitätsänderungen im Magma gilt.
Drohnen reduzieren Störeinflüsse aus Boden und Vegetation und erhöhen die Sicherheit der Messkampagnen. Parallel arbeiten Teams in Mainz und Heidelberg mit bordgestützten Sensoren und elektrochemischen Verfahren, um die Gaszusammensetzung direkt in der Vulkanfahne zu bestimmen und so Vorläufer von Ausbrüchen besser zu erkennen.









