AMA-Verband meldet mehr Umsatz und Aufträge im dritten Quartal 2020


Der AMA Verband für Sensorik und Messtechnik e.V. (AMA) befragte seine rund 450 Mitglieder zur wirtschaftlichen Entwicklung im dritten Quartal. Demnach erwirtschaftete die Branche im dritten Quartal ein Umsatzplus von 1 Prozent und ein Auftragsplus von 4 Prozent, jeweils verglichen mit dem Vorquartal.
Eigentlich hatte die Branche für das dritte Quartal ein Minus von drei Prozent erwartet. Bei den großen Unternehmen entwickelten sich die Umsätze der Zulieferer in den eigenen Industriezweig Sensorik und Messtechnik überproportional gut. Die Umsätze der Zulieferer in den Maschinenbau stagnierten, die der Automobilzulieferer stabilisieren sich langsam.
Lieferketten bei jedem vierten Unternehmen unterbrochen
Der Anteil der Unternehmen, die im dritten Quartal Kurzarbeit einführten oder beibehielten, lag bei 58 Prozent. Hierbei sind die Zulieferer der Automobilindustrie, die zu 80 Prozent in Kurzarbeit sind, besonders betroffen.
Der AMA-Verband befragte seine Mitglieder auch nach den Coronapandemie-bedingten Unterbrechungen der Lieferketten: Bei einem Viertel der Mitglieder wurden die Lieferketten unterbrochen. 42 Prozent davon fanden keine adäquaten Ersatzlieferanten. Besonders betroffen waren auch hier die Automobilzulieferer.
AMA rechnet mit 6 Prozent Plus im Jahr 2021
"Wir freuen uns, dass sich im dritten Quartal ein leichter Aufwärtstrend in der Sensorik und Messtechnik erkennen lässt," sagt Thomas Simmons, AMA-Geschäftsführer. "Wir sehen jedoch erst einmal ein Licht am Ende des Tunnels. Durch die starken Verluste in den ersten Quartalen verlor die Branche die sehr gute Branchenentwicklung der zurückliegenden zwei bis drei Jahre. Die Effekte der COVID-19-Pandemie sind schwer abzusehen. Dennoch schauen unsere Mitglieder überwiegend optimistisch in das vierte Quartal und rechnen mit einem Umsatzplus von sechs Prozent."
Anbieter
AMA Verband für Sensorik und Messtechnik e.V.Sophie-Charlotten-Str. 15
14059 Berlin
Deutschland
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