„Prüftechnik steht vor einem tiefgreifenden Wandel“
Wie hat sich die Prüftechnik angesichts der steigende Nachfrage nach Prüfungen für neue Materialien wie Verbundwerkstoffe (Composites) oder Wasserstoffkomponenten verändert? Diese und viele weitere spannende Fragen beantwortet uns Klaus Cierocki.

ZwickRoell gilt als führender Anbieter von Prüfmaschinen. Wie definieren Sie heute Ihre Kernkompetenzen und Ihren USP?
Klaus Cierocki: Unsere Kernkompetenz liegt darin, hochpräzise Prüfmaschinen mit echter Ingenieurstiefe zu entwickeln – und das seit mehr als 170 Jahren. Was uns wirklich auszeichnet, ist aber die Kombination aus technologischer Exzellenz, Branchen-Know-how und der Fähigkeit, Lösungen nicht nur zu liefern, sondern gemeinsam mit unseren Kunden weiterzudenken und zu entwickeln. Unser USP? Maximale Sicherheit bei maximaler Effizienz. Was das heißt? Mit unseren Prüflösungen erzielen unsere Kunden absolut sichere Prüfergebnisse, die genau, wiederholbar, vergleichbar und nachvollziehbar sind.
In einem Interview Anfang 2025 definierte Wolfgang Mörsch, International Marketing Manager, für Zwick Roell folgende Wachstumsbereiche: automatisierte Prüflösungen, E-Mobility und Wasserstoff. Wie haben sich diese Bereiche bislang entwickelt?
Klaus Cierocki: Alle drei Bereiche wachsen weiterhin. Automatisierte Prüfsysteme sind weiter auf dem Vormarsch, denn Fachkräfte sind knapp und vor allem automatisierte Prüflösungen von kleineren Chargen steigen in der Beliebtheit. Die E-Mobility-Branche, vor allem in Europa, steht zwar noch vor Herausforderungen, hier helfen aber mitunter auch unsere Prüflösungen. Auch das Thema Wasserstoff nimmt weiter Fahrt auf. Von Leitungswerkstoffen über Ventile bis zu Hochdruckspeichern – hier wird weltweit intensiv geforscht und in Prüftechnik investiert.
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