Synapticon und Reynolds & Moore kooperieren bei Sicherheit humanoider Roboter
Die Partner wollen Entwickler vom Sicherheitskonzept bis zur Zertifizierung begleiten. Grundlage sind sechs von Synapticon genannte Normen und Standards für funktionale Sicherheit.

Synapticon und das Beratungsunternehmen Reynolds & Moore haben eine Partnerschaft für die funktionale Sicherheit humanoider und mobiler Roboter vereinbart. Die Zusammenarbeit verbindet die Antriebstechnik und Sicherheitsplattform von Synapticon mit der Beratung von Reynolds & Moore bei Risikobeurteilung, Sicherheitsarchitektur, Validierung und Zertifizierung.
Im Mittelpunkt steht eine Herausforderung, die sich beim Einsatz humanoider Roboter in der Nähe von Menschen ergibt. Sicherheitskonzepte aus der klassischen Industrierobotik lassen sich nach Angaben der Unternehmen nicht ohne Weiteres übertragen. Während ein stationärer Roboterarm durch das Abschalten der Antriebsenergie zum Stillstand gebracht werden kann, muss bei einem zweibeinigen System zusätzlich dessen Stabilität berücksichtigt werden.
Reynolds & Moore soll Entwickler deshalb von der Risikobeurteilung über die Ausarbeitung der Sicherheitsarchitektur bis zur Vorbereitung auf die Zertifizierung begleiten. Synapticon bringt unter anderem seine Somanet-Servoantriebe, Actilink-Aktuatoren für Robotergelenke und die Plattform Positron Safety AI ein.
Nach Angaben von Synapticon umfasst Positron Safety AI Funktionen für sichere Mehrachsbewegungen, die Erkennung von Personen sowie die Überwachung der im Roboter eingesetzten KI. Die Plattform wird unter Berücksichtigung von sechs Normen und Standards entwickelt: IEC 61508, ISO 13849, IEC 61800-5-2, ISO/IEC TS 22440, IEC 62998 und IEC 61496.
Die Unternehmen wollen mit der Kooperation den Entwicklungsprozess vom Prototyp bis zu einem zertifizierbaren Robotersystem abdecken. Dabei übernimmt Reynolds & Moore insbesondere die Beratung zum Functional Safety Engineering, während Synapticon die Antriebs- und Sicherheitstechnik bereitstellt.
Konkrete gemeinsame Kundenprojekte oder bereits auf dieser Grundlage zertifizierte humanoide Roboter nennen die Unternehmen in ihrer Mitteilung nicht. Auch Angaben zu Investitionen oder wirtschaftlichen Zielen der Partnerschaft wurden nicht gemacht.











