Packaging Valley diskutiert KI und Software im Verpackungsmaschinenbau
Sechs Technologieanbieter vertieften beim Verpackungsmaschinentag 2026 KI, Cybersecurity und Engineering in Workshops. Im Fokus stand die wachsende Verzahnung von Software und Maschinenbau.

Künstliche Intelligenz verändert nicht nur die Softwareentwicklung, sondern zunehmend auch das Engineering von Verpackungsmaschinen. Beim Verpackungsmaschinentag 2026 von Packaging Valley bei Murrelektronik in Oppenweiler diskutierten Vertreter aus Maschinenbau, Automatisierung und Softwareentwicklung über die Folgen für Entwicklungsprozesse und industrielle Anwendungen. Ein Schwerpunkt lag auf generativer KI. Mit der zunehmenden Automatisierung von Programmieraufgaben verschieben sich nach Einschätzung der Referenten die Anforderungen an Entwickler. Systems Engineering, Softwarearchitektur und Qualitätssicherung gewinnen an Bedeutung. Gleichzeitig bleiben Fachwissen und klar definierte Prozesse notwendig, um KI-Werkzeuge industriell einzusetzen.
Auch Cybersecurity spielte eine zentrale Rolle. Diskutiert wurde, wie Sicherheitsanforderungen bereits in Entwicklungs- und Engineering-Prozesse integriert werden können. Ein weiterer Themenblock beschäftigte sich mit dem Übergang von KI-Anwendungen aus der klassischen IT in die Operational Technology (OT). Für den Praxistransfer sorgten Workshops von sechs Unternehmen: Bosch Rexroth, B&R, Codesys, Hilscher, ISG und Murrelektronik. Dort standen konkrete Anwendungen und Erfahrungen mit neuen Software- und Automatisierungsansätzen im Mittelpunkt.
Weitere Beiträge behandelten organisatorische Leitlinien für den KI-Einsatz sowie Agent Based Engineering. Dabei ging es auch um die Frage, welche Kompetenzen Ingenieure benötigen, wenn KI künftig mehr Aufgaben im Entwicklungsprozess übernimmt.
Als gemeinsamer Nenner der Veranstaltung zeichnete sich eine stärkere Verzahnung von Mechanik, Automatisierung und Software ab. KI kann einzelne Entwicklungsaufgaben übernehmen oder beschleunigen, die technische Bewertung, Qualitätssicherung und Verantwortung bleiben jedoch weiterhin Aufgaben der beteiligten Fachkräfte.










