IMTS 2026: KI, Automatisierung und Investitionen treiben die nächste Wachstumsphase der Fertigung
Die IMTS 2026 verzeichnete mehr als 91.000 Besucher. KI, Robotik und Automatisierung prägten die Messe und spiegeln den Wandel der US-Fertigung wider

Die IMTS 2026 in Chicago hat ihre Rolle als weltweit wichtigste Plattform für Fertigungstechnologien eindrucksvoll bestätigt. Mit mehr als 91.000 registrierten Besuchern, knapp 1.800 Ausstellern und einer Ausstellungsfläche von rund 1,17 Millionen Quadratfuß stand die Messe ganz im Zeichen von Künstlicher Intelligenz, Automatisierung und der Modernisierung der industriellen Produktion.
Im Mittelpunkt vieler Präsentationen standen praxisnahe Anwendungen von KI. Statt Zukunftsvisionen dominierten konkrete Lösungen für Produktionsbetriebe, von automatisierter Roboterprogrammierung über KI-gestützte CAM-Systeme bis hin zu intelligenten Qualitätsprüfungen. Besonders großes Interesse verzeichnete die erstmals veranstaltete Industrial AI Conference, die aufgrund der hohen Nachfrage sogar erweitert werden musste.
Darüber hinaus rückte die Messe die Stärkung der amerikanischen Industrie in den Fokus. Investitionen in neue Produktionskapazitäten, Reshoring-Initiativen und Großprojekte im Verteidigungs- und Luftfahrtsektor sorgten für Optimismus. Hersteller suchen verstärkt nach Technologien, die Produktivität steigern und den anhaltenden Fachkräftemangel kompensieren können.
Auch die Robotik entwickelte sich zu einem zentralen Thema. Moderne Cobots, KI-basierte Vision-Systeme und einfach integrierbare Automatisierungslösungen sollen insbesondere kleinen und mittleren Fertigungsunternehmen den Einstieg in die Automatisierung erleichtern. Parallel dazu gewann die additive Fertigung weiter an Bedeutung und wird zunehmend als Ergänzung klassischer Zerspanungsverfahren betrachtet.
Die IMTS zeigte damit deutlich, wohin sich die Fertigungsindustrie entwickelt: weg von isolierten Maschinen, hin zu intelligent vernetzten Produktionssystemen, in denen KI, Robotik, Datenanalyse und Automatisierung gemeinsam für mehr Effizienz, Flexibilität und Wettbewerbsfähigkeit sorgen. Für viele Besucher stand dabei weniger die Frage im Raum, ob diese Technologien eingesetzt werden, sondern vielmehr, wie schnell sie sich in die eigene Produktion integrieren lassen.











