Icecube-Neutrino-Observatorium: Hamamatsu Photonics steigert Empfindlichkeit mit neuen Photodetektoren
Das Detektorarray ist in einem Kubikkilometer klaren antarktischen Eises installiert und erfasst Tscherenkow-Licht, das bei Neutrino-Wechselwirkungen entsteht

Hamamatsu Photonics unterstützt das jüngste Upgrade des Icecube-Neutrino-Observatoriums an der Amundsen-Scott-Südpolstation. Das Detektorarray ist in einem Kubikkilometer klaren antarktischen Eises installiert und erfasst Tscherenkow-Licht, das bei Neutrino-Wechselwirkungen entsteht. Im Rahmen des Upgrades wurden fünf neue Sensorstränge bis in Tiefen von rund 2.400 Metern eingebracht und um mehr als 650 Photodetektoren sowie Kalibrierungseinheiten ergänzt.
Kern der Erweiterung sind optische Module, in denen mehrere PMTs in einem Druckgehäuse kombiniert sind. Dadurch steigt die effektive Photokathodenfläche, und die Winkelabdeckung der Lichtsignale wird verbessert. In Verbindung mit erweiterten Kalibrierungsverfahren soll dies die Rekonstruktion von Ereignissen präzisieren, Messunsicherheiten reduzieren und die Empfindlichkeit für Neutrinos niedrigerer Energie erhöhen. Dies unterstützt Untersuchungen zu Neutrinooszillationen und astrophysikalischen Quellen wie Supernovae. Hamamatsu bringt Photodetektor-Technologien sowie Qualifizierungs- und Integrations-Know-how für den Langzeitbetrieb unter Antarktisbedingungen ein und schafft eine Basis für zukünftige Erweiterungen wie Icecube-Gen2.









