Gianteye Hochenergie-CT erweitert Prüfmöglichkeiten für Großstrukturen
Das Fraunhofer IIS erweitert mit dem Hochenergie-CT-System Gianteye die zerstörungsfreie Prüfung großvolumiger Industrieobjekte

Die Gantry-Anlage ist für Objekte bis zur Größe eines 20-Fuß-Seefrachtcontainers ausgelegt und arbeitet mit einem Linearbeschleuniger bei 9 MeV. Prüfobjekte bleiben in ihrer Originallage stehen oder liegen, während Röntgenquelle und Detektor auf einer ringförmigen Struktur rotieren. So lassen sich beispielsweise befüllte Container, montierte Großstrukturen oder Baugruppen mit beweglichen Komponenten ohne Umlagerung untersuchen.
Das System liefert 3D-Volumendaten mit einer Voxelgröße bis etwa 400 Mikrometer und ermöglicht Materialdurchdringungen von bis zu 20 cm Stahl oder 60 cm Aluminium. Industriekunden können Einzelmessungen oder Messkampagnen beauftragen und bei Bedarf die Auswertung durch das Entwicklungszentrum Röntgentechnik nutzen. Gianteye basiert konzeptionell auf einer Pilotanlage an der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern und überträgt das validierte Gantry-Prinzip auf Anwendungen wie Fahrzeuge und vergleichbar große Objekte.









