Asien treibt den Automatisierungsboom
Die Zahl der weltweit installierten Industrieroboter hat 2025 die Marke von fünf Millionen erreicht. Wachstumstreiber sind vor allem China, die USA und Indien

Die globale Robotikindustrie hat einen neuen Meilenstein erreicht: Ende 2025 waren weltweit erstmals fünf Millionen Industrieroboter in Fabriken im Einsatz. Nach Angaben der International Federation of Robotics (IFR) stieg der weltweite Roboterbestand gegenüber dem Vorjahr um neun Prozent. Gleichzeitig legten die Neuinstallationen um elf Prozent zu und überschritten die Marke von 600.000 Einheiten.
Besonders dynamisch entwickelt sich der Markt in Asien. China baute seine Spitzenposition weiter aus und vereinte 59 Prozent aller weltweit installierten Industrieroboter auf sich. Mit rund 354.000 neu installierten Systemen erreichte das Land einen neuen Rekordwert. Erstmals übertrafen chinesische Hersteller dabei die ausländische Konkurrenz im Heimatmarkt deutlich.
Auch die USA setzten ihren Wachstumskurs fort und überholten Japan als weltweit zweitgrößten Robotermarkt. Die Installationen stiegen auf knapp 38.500 Einheiten. Indien etablierte sich mit einem Plus von 15 Prozent und rund 10.500 neu installierten Robotern als einer der dynamischsten Wachstumsmärkte. Seit 2020 wachsen die Installationen dort durchschnittlich um 27 Prozent pro Jahr.
Europa entwickelt sich dagegen moderater. Deutschland bleibt zwar der größte Robotikmarkt des Kontinents und weltweit auf Rang fünf, musste 2025 jedoch einen Rückgang der Installationen um acht Prozent auf weniger als 25.000 Einheiten hinnehmen. Auch Italien, Frankreich und Spanien verzeichneten rückläufige Zahlen.
Die IFR rechnet dennoch mit einer anhaltenden Expansion des Robotikmarktes. Bis 2029 sollen die jährlichen Installationen auf mehr als 800.000 Einheiten steigen. Als wichtigste Wachstumstreiber gelten der Fachkräftemangel, die Rückverlagerung von Produktionskapazitäten, resilientere Lieferketten sowie Fortschritte bei Künstlicher Intelligenz, Machine Vision und Sensortechnik. Insbesondere KI-gestützte Bildverarbeitung und einfachere Integrationsmöglichkeiten erweitern die Einsatzgebiete von Robotern und machen Automatisierung auch für neue Anwendergruppen wirtschaftlich attraktiv.











