Schneider Electric will PTC für 23,7 Milliarden Dollar übernehmen
Das Barangebot von 205 Dollar je Aktie liegt 42,3 Prozent über dem letzten Schlusskurs. Mit PTC würde Schneider sein Softwaregeschäft um CAD, PLM und Produktentwicklung erweitern.

Schneider Electric will den US-Industriesoftwareanbieter PTC übernehmen. Das geplante Geschäft bewertet PTC einschließlich Schulden mit 23,7 Milliarden US-Dollar. Schneider bietet 205 Dollar je Aktie in bar, was einem Aufschlag von 42,3 Prozent auf den letzten Schlusskurs vor Bekanntwerden der Transaktion entspricht.
Mit der Übernahme würde Schneider sein Softwareportfolio deutlich in Richtung Produktentwicklung erweitern. PTC ist unter anderem mit der CAD-Software Creo und der PLM-Plattform Windchill im Markt vertreten. Zum Portfolio gehören außerdem Onshape, Codebeamer und Servicemax. Damit würde Schneider künftig neben Automatisierung und Betriebssoftware stärker die Entwicklungsphase industrieller Produkte abdecken.
Die Transaktion fügt sich in die seit Jahren verfolgte Expansion des Softwaregeschäfts ein. Schneider hat sein Portfolio unter anderem über Aveva, RIB, Etap und Osisoft ausgebaut. Zusätzlich ist die Übernahme von Cognite geplant. PTC hatte dagegen zuletzt sein Portfolio gestrafft und im März 2026 Thingworx und Kepware an TPG verkauft.
Die Analysten von Interact Analysis sehen in dem PTC-Zukauf insbesondere eine stärkere Konkurrenz für Siemens und Dassault Systèmes. Siemens verfügt mit Xcelerator allerdings bereits über ein breites Angebot, das Produktentwicklung, Simulation, Fertigung und Automatisierung miteinander verbindet.
Auch beim Umsatz besteht noch ein deutlicher Größenunterschied. Siemens Digital Industries erzielte laut Interact Analysis im Geschäftsjahr 2025 rund 17,8 Milliarden Euro Umsatz. Schneider Industrial Automation und PTC kommen zusammen auf umgerechnet rund 9 Milliarden Euro, wobei beide Angaben neben Software auch Hardware und Dienstleistungen umfassen.











